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Katalogversand, Kundenservice – ein paar Gedanken

Hallo meine Lieben!

Gestern am Abend habe ich wieder einen Stapel Kataloge verschickt und am Vormittag habe ich mich auch etwas geärgert. Warum und wieso und was das mit Kundenservice zu tun hat, würde ich euch ganz gerne erzählen.

Wie ihr wisst, verschicke ich ja unsere Stampin’ Up! Kataloge innerhalb Österreichs kostenlos. Das macht allerdings nicht jede Demo so und das kann ich auch verstehen.

Katalogversand Stapel Stampin' Up!

Was kostet ein Katalog?

Was viele ja nicht wissen, ist, dass wir die Kataloge ja nicht kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Wir müssen die bezahlen, genauso wie die meisten Vertriebler im Networkmarketing. Da gibt es kaum Ausnahmen bei den Firmen. Auch, wenn damit ja nur ein Teil der Druckkosten von uns Demos getragen wird. Nur als Beispiel, der Jahreskatalog kostet 16 € im 8er-Pack. Das sind also 2 € pro Stück. Nur damit ist es ja leider nicht getan. Die Dinger mögen ja auch versendet werden, damit sie bei euch, liebe Stempelverrückte, im Briefkasten landen. 2,75 € nimmt die Post jetzt mittlerweile dafür. Ein Kuvert gehört auch noch drumherum. Und das dann 3x im Jahr.

Dazu noch ein paar Kleinigkeiten, wie die Beschriftung der Kataloge. Ich hab ganz am Anfang meine Kontaktdaten hinten händisch draufgeschrieben, dann irgendwann Visitenkarten aufgeklebt, dann bin ich dazu übergegangen mir Aufkleber selbst zu gestalten. Mit meinem Cameo geht das wirklich ganz gut. Also für alle, die einen Schneideplotter ihr Eigen nennen: das sind die Klebeetiketten von Amazon (Affiliate), die ich verwende. Macht euch eure Kontaktaufkleber und die Aufkleber für die Rücksendeadresse selbst. Schaut super professionell aus und man kann auch schnell mal was ändern, ohne dann 500 Stück alte Aufkleber rumliegen zu haben.

Aufkleber aus meinem Cameo

Kostenlos verschicken? Ja, oder nein?

So ein Katalogversand ist also auch mit Arbeit verbunden. Und wenn man all das weiß, dann macht man sich als neue oder auch nicht so neue Demo so seine Gedanken, wie man das am besten händelt. Dazu gibt es grundsätzlich mal 2 Ansätze. 1. Katalog gratis verschicken oder aushändigen oder 2. Für den Katalog einen kleinen Obolus nehmen, denn man dann in der Regel bei einer Bestellung wieder gegenrechnet.

Beides hat so seine Vor- und Nachteile.

Der große Vorteil bei der 2. Variante ist definitiv die, dass nur Menschen einen Katalog ordern, die auch gewillt sind in weiterer Folge etwas zu bestellen. Man geht also diesen Menschen aus dem Weg, über die ich mich gestern Vormittag geärgert habe.

Ich bekam nämlich eine Mail von einer Dame, die gerne den neuen Frühjahrskatalog hätte. Soweit nicht ungewöhnlich. Allerdings weiß ich durch Zufall, dass sie seit Jahren eine andere Demo in der Steiermark hat. Also habe ich mal nachgefragt. Es kam dann heraus, dass ihre Demo 5€ für den Katalog haben möchte, die sie dann aber bei einer Bestellung gegenrechnet. Aber ihr wäre das zu umständlich, deshalb hätte sie gerne den Katalog gratis von mir gehabt. Aber da sie ja ansonsten mit ihrer Demo zufrieden ist, würde sich natürlich weiterhin dort bestellen (was natürlich völlig ok ist, wir machen uns gegenseitig keine Kunden abspenstig). Zuerst war ich etwas sprachlos. Dann habe ich gefragt, ob ihr klar ist, warum ihre Demo 5€ “Einsatz” für den Katalog haben möchte. “Ja, weil sie den ja auch bezahlen muss!”, war dann ihre Antwort. Daraufhin war ich dann schon etwas sauer, weil das ist dann schon sehr unverfroren.

Und dann gibt es ja noch die Menschen, die grundsätzlich einfach mal einen Katalog haben wollen, den dann in die Ecke legen, nie reinschauen und ihm mit dem nächsten Altpapier entsorgen. Dafür ist er ja auch zu schade!

Ich kann also jede Demokollegin verstehen, die gerne einen “Einsatz” für die Kataloge hätte. Vor allem auch am Anfang ist es doch eine große Investition Kataloge gratis zu verschicken. Und wenn man nur einen kleinen Kundenkreis hat, dann auch. Oder wenn man hauptsächlich Kunden hat, die nur sehr kleine Bestellungen aufgeben, dann muss man das schon auch im Auge behalten, ab wann sich das rechnet. Und wenn man sich mal für eine der beiden Möglichkeiten entschieden hat, ist es auch nicht so einfach, das einfach zu ändern. Von Variante 2 zu 1 wohl noch eher, als umgekehrt.

Kataloge Rückseite

Dagegen habe ich von Anfang an Kataloge gratis ausgegeben. Aus folgenden Gründen:

Wer unsere Produkte nicht kennt, der wird auch nie etwas bestellen. Ich selbst würde niemals Geld dafür bezahlen, dass ich mir die Produkte eines Unternehmens in einem Katalog anschauen kann. Ich bestelle allerdings grundsätzlich nur dort Kataloge, wo mich die Produkte auch interessieren und die Chance groß ist, dass ich auch etwas davon kaufen werde.

Für mich sind die Kataloge reine Marketinginstrumente, ein Posten meiner Werbeausgaben. Und ich versuche so vielen Menschen wie möglich einen Katalog zukommen zu lassen. Wo ich darf, da lege ich sie auch aus. In einer befreundeten Arztpraxis z.B. oder beim Frisör. Früher habe ich sie auch in den Wartebereich am Bahnhof gelegt. Das macht ja jetzt durch Corona wenig Sinn, weil natürlich keiner mehr etwas anfasst, was nicht ihm selbst gehört. Aber davor sind da schon die ein oder andere neue Kundenbeziehung daraus entstanden.

Keine dieser beiden Varianten ist die ultimativ richtige. Stampin’ Up! schreibt uns da auch nicht vor, wie wir das handhaben sollen. Aber man sollte sich schon ein paar grundlegende Gedanken dazu machen.

Kundenservice, das ist für jeden etwas anderes.

Jetzt fragt ihr euch wahrscheinlich, was das alles mit dir, lieber Leser zu tun hat. Nun, ganz einfach, es hat etwas mit Kundenbindung und Kundenservice zu tun. Weil mal ehrlich: Rein für die Produkte macht es überhaupt keinen Unterschied, ob ihr bei mir bestellt, oder bei der Demokollegin in Dornbirn, Salzburg oder St. Pölten. Der Preis ist immer derselbe, die Versandkosten sind immer 5,95€ von Frankfurt nach Österreich, dem Stempelset ist es egal, wer von uns die Bestellung für euch aufgibt. Aber es gibt einen Grund warum ihr bei mir bestellt, oder auch nicht bestellt. Und dieser Grund bin schlichtweg ich. Ja genau. Ich. Ich, wie ich mein Geschäft führe. Ich, wie ich gewisse Dinge handhabe. Ich, so wie ich bin, wie meine Persönlichkeit ist. Ob ich euch sympathisch bin. Ob euch gefällt, wie ich meine Projekte umsetze. Ob ihr gerne zu einem Workshop zu mir kommt (das wird ja hoffentlich bald wieder sinnvoll möglich sein). Ob euch meine Videos und Anleitungen gefallen. Und noch so einige Obs mehr.

Murmelsteig Falkert Nepal-Brücke

Weil Kundenservice hat immer etwas mit der Persönlichkeit des Unternehmers zu tun. Dinge, die für einen selbst wichtig sind, die setzt man auch für seine Kunden um. Wer mich kennt, der weiß z.B. dass es für mich ganz wichtig ist, dass Dinge funktionell sind, dass sie auch Sinn ergeben und nicht nur hübsch anzusehen sind. Das merkt man ganz klar auch in meinen Projekten. Und das merkt man auch daran, wie ich Kundenservice verstehe. Der Katalogversand ist dafür ja ein sehr gutes Beispiel. Ich verschicke gratis, weil mir das Gegenrechnen viel zu umständlich wäre. Dafür lege ich kein Kataloggoodie bei. Viele Demos machen das und werkeln wirklich wunderschöne Katalogbeigaben. Mir ist das nicht wichtig genug, um dafür meine Zeit zu verwenden. Ihr bekommt den Katalog gratis und ich stecke meine Energie lieber in andere Dinge. Papiershare z.B. da habt ihr wieder effektiv was davon und ich biete euch sehr guten Kundenservice. Weil ich u.a. für den Aufwand keine Mehrkosten verrechne.

Und wenn euch jemand anderes als Demo sympathischer ist, dann ist das so. Denn Kundenservice ist für jeden auch einfach etwas anderes. Jeder hat da andere Erwartungen und auch andere Erfahrungen gemacht.

In diesem Sinne: wenn du noch keinen neuen Frühjahresminikatalog hast und noch keine eigene Demo, dann lass es mich wissen, ich schicke dir sehr gerne ein Exemplar!

Liebe Grüße

und bleibt kreativ!

Eure Elisabeth

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2 Gedanken zu „Katalogversand, Kundenservice – ein paar Gedanken“

  1. Liebe Elisabeth, habe soeben deinen Bericht gelesen und muss sagen “toll wie du es geschrieben hast” Ich wünsche dir, dass deine Kunden es zu schätzen wissen, was für ein super Kundenservice du schon im Vorfeld hast. Denn egal ob ein Katalog 2 oder 5 Euro kostet, das ist nicht selbstverständlich. Das musste mal erwähnt werden. Ganz liebe Grüße, Sylvia

    1. Danke liebe Sylvia!
      Ja, es lag mir einfach am Herzen, auch das mal anzusprechen. Ich glaube nämlich, dass viele gar nicht wissen, dass wir auch Kosten und Ausgaben haben und das nicht selbstverständlich ist.
      LG Elisabeth

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